Rundbrief Nummer 1 - 2023

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie den ersten Rundbrief des neuen Jahres mit Informationen, Veranstaltungshinweisen und Neuigkeiten aus den literarischen Museen, Institutionen, Gedenkstätten und Gesellschaften.

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Anmelde- und Reservierungsmodalitäten sowie mögliche Terminänderungen auf den jeweiligen Webseiten der Veranstalter!
ALG-Fördermittel
Erinnerung Abgabe Förderanträge

Bis zum 31. Januar 2023 können noch Förderanträge im regulären Verfahren für literarische Projekte gestellt werden. Informationen und Antragsformulare finden Sie auf unserer Homepage. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Leipziger Buchmesse 2023
Wir sind dabei!

Nach einer viel zu langen coronabedingten Pause freuen wir uns, in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der Leipziger Buchmesse vertreten zu sein. Die Messe findet vom 27. bis 30. April 2023 statt.

Die Standnummer wird zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf einen regen Austausch!

Info: www.leipziger-buchmesse.de

Ausstellung
Gellert-Museum
Honig aufs Maul
Bärenschicksale in der Fabel

Wie beruhigt oder verlockt man Bären? Mit Honig! Doch selten dürfen sie diesen genießen, meist erleben sie böse Überraschungen, bekommen quasi eins aufs Maul! Petz stellt sich manchmal auch zu trottlig an oder schätzt seine Kräfte falsch ein und wird selbst für Freunde zum Verhängnis, wie bei Jean de La Fontaine.

Aus der Kunstsammlung zur Fabel sind Grafiken in verschiedenen Techniken von 12 Künstlern, darunter Manfred Bofinger, Gerhard Floß, Josef Hegenbarth, Thea Kowar, Werner Schinko, Hans Ticha, mit bärigen Szenen zu sehen, die zumeist auf Texte des 18. Jahrhunderts Bezug nehmen, zu Christian Fürchtegott Gellert, Gotthold Ephraim Lessing, Gottlieb Conrad Pfeffel oder zum Epos „Reineke Fuchs“.

Am 22. Februar 2023, 17 Uhr, wird zum Fabel-Aperitiv geladen. Vortrag von Tonja Liersch, STIFTUNG für BÄREN – Wildtier- und Artenschutz, Alternativer Bärenpark Worbis zu Honigverfeinerten Häppchen.

Info: www.gellert-museum.de

Datum
noch bis 2. April 2023
Ort
Gellert-Museum Hainichen
Ausstellung
Struwwelpeter Museum
Moderne Struwwelpeter-Zeiten
Gemälde von Angela Bugdahl

Angela Bugdahl nähert sich dem Struwwelpeter mit modernem Blick. Sie verknüpft Heinrich Hoffmanns Geschichten mit Themen der Gegenwart. In ihren realistisch anmutenden Gemälden wird „Fridays for Future“-Gründerin Greta Thunberg zur „Fliegenden Greta“. Andere Bilder erzählen assoziativ von Schulhofgewalt, Rassismus, Fastfood-Konsum und Smartphone-Unfällen. Die ausdrucksstarken Arbeiten verdeutlichen die überzeitliche Aktualität von Heinrich Hoffmanns Geschichten, von denen die Hanauerin zum künstlerischen Dialog mit der Bilderwelt des Biedermeier angeregt wurde. Die 1943 in Ungarn geborene Künstlerin bezeichnet ihren Stil als „Modernen Realismus“. Ihre für die Ausstellung entstandenen neuen Arbeiten kommentieren aktuelle Themen der Zeit. „Das Bild zur „Geschichte vom fliegenden Robert“ bezieht sich auf heutige Wetterextreme. Heftige Stürme, Überschwemmungen, zu heiße Sommer zeigen den Klimawandel“, sagt die Künstlerin. „Fridays for Future“- Gründerin Greta Thunberg ist auf dem Bild zu sehen – mit rotem Schirm und fliegender Mütze. Die Ausstellung bietet vielfältige Impulse zum Nachdenken über die Welt, in der wir leben.

Info: www.struwwelpeter-museum.de

Datum
noch bis Ende April 2023
Ort
Struwwelpeter Museum, Frankfurt am Main
Ausstellung
Monacensia im Hildebrandhaus
Frei leben! Die Frauen der Boheme. 1890–1920

Um 1900 ziehen von überallher junge Frauen nach München und wagen dort ein freies Leben als Künstlerinnen oder Schriftstellerinnen. Dafür nehmen sie ein hohes Risiko und prekäre Lebensumstände in Kauf. Zu diesen Frauen gehören: Franziska zu Reventlow, Margarete Beutler und Emmy Hennings. Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.

Das Aufbegehren gegen gesellschaftliche Schranken und bürgerliche Moral zeigt sich in ihren Lebensentwürfen und Texten. Freiere Formen des Zusammenlebens, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und über ihre Sexualität sind ebenso zentrale Themen wie Unabhängigkeit, „freie Mutterschaft“ und Prostitution. Sie sind Kapitel ihres Lebens genauso wie Motive ihrer Werke. Als Künstlerinnen fordern sie öffentliche Aufmerksamkeit ein und prägen die Subkultur der Boheme zwischen München, Berlin und Zürich.

Gezeigt werden zahlreiche biografische Dokumente, Manuskripte, Tagebücher, Briefe und Fotografien aus verschiedenen Archiven sowie aus Privatbesitz. Einen Kernbestand bildet der Nachlass von Franziska zu Reventlow, der sich in der Monacensia befindet.

Info: www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia

Datum
noch bis 31. Juli 2023
Ort
Monacensia im Hildebrandhaus, München
Ausstellung
Heinrich Heine Institut
Heinrich Heine. Lebensfahrt - Eine Graphic Novel zum 225. Geburtstag

Im Jubiläumsjahr 2022 entsteht die erste Graphic Novel zum Leben und Werk Heinrich Heines. Das Künstlerpaar Gaby von Borstel und Peter Eickmeyer widmet sich der Aufgabe, die außergewöhnliche 'Lebensfahrt' des Dichters neuartig zu erzählen. Dafür bietet sich das Genre der Graphic Novel an, denn es vereint Zeichenkunst und literarischen Text in einzigartiger Weise. Heines Ansichten zu hochaktuellen Themen kommen in dem Medium ebenso zur Geltung, wie sein furioser, anspielungsreicher Schreibstil eine bildliche Entsprechung findet. Somit wird auch eine neue Generation an Leserinnen und Lesern an das Werk des wohl modernsten "Literaturklassikers" herangeführt.

Die Ausstellung gewährt exklusive Einblicke in die Entstehung der Graphic Novel, die im März 2023 im 'Splitter Verlag' erscheinen wird. Die Skizzen, Charakterstudien und finalen, großformatigen Bilder können in der Sonderschau somit exklusiv und noch vor der Buchveröffentlichung betrachtet werden. Zudem erweitern multimediale Inszenierungen und Animationen das Ausstellungserlebnis.

Info: www.duesseldorf.de/heineinstitut

Datum
noch bis 30. April 2023
Ort
Heinrich Heine Institut Düsseldorf
Vortrag
Hebelbund Lörrach
Aufklärung und Modernisierung bei Tulla und Hebel

Die beiden badischen Zeitgenossen Johann Gottfried Tulla und Johann Peter Hebel wurden am Karlsruher Gymnasium illustre vom Geist der Aufklärung geprägt. Sie war nicht nur das Zeitalter der Dichter und Denker, sondern auch Gründungsepoche der Moderne. Tulla nutzte bei seiner Rheinbegradigung praktische Kenntnisse für ein großes technisches Projekt, Hebel erzeugte Räume des Wissens für die Veränderung der Menschen. Littmann ist ausgewiesener Kenner der Epoche und hat zu beiden Persönlichkeiten ausführlich publiziert. Vortrag: Franz Littmann.

Info: www.hebelbund.de

Datum
10. Februar 2023, 18.00 Uhr
Ort
Dreiländermuseum Lörrach
Lesung
Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft
Hochzeitsreise nach Mecklenburg

Im Herbst des Jahres 1777 machte sich das junge, frisch vermählte Ehepaar Voß auf eine beschwerliche Hochzeitsreise von Wandsbek in Johann Heinrichs mecklenburgische Heimat – vor allem natürlich nach Penzlin, wo Ernestine ihre Schwiegereltern Voß kennenlernen sollte. Leider waren Reisen damals wie heute nicht immer das reine Vergnügen. Ist endlich der Zielort erreicht, steht die Bewältigung weiterer Probleme an...

Die Lesung unternimmt eine Entdeckungstour ins Universum der Voß-Familie und ihrer Freunde. Dass etwa vor 245 Jahren auf einer einfachen Hochzeitsreise auch bedeutende Grundlagen der Weltliteratur zwischen Rasenbank und Kaffeekanne im Garten des Pastorats in Groß Vielen gelegt wurden, ist bislang kaum einem Leser bekannt.

Die Lesung nach Originalquellen wird gestaltet von Martin Grieger (Sprecher), Silke Gehring (Ernestine Voß) und Frank Baudach (Johann Heinrich Voß).

Info: www.voss-gesellschaft.de

Datum
19. Februar 2023, 16 Uhr
Ort
Voß-Haus, Otterndorf
Matinee
Brandenburgisches Literaturbüro
Fallada. Ein Leben im Rausch
Eine szenische Lesung mit Rainald Grebe, Tilla Kratochwil & Lutz Wessel

Hans Fallada zählt zu den großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Doch der Weg zur Schriftstellerei verlief nicht geradlinig. Anhand von Briefen erzählen der Liedermacher und Kabarettist Rainald Grebe und die Schauspielerin Tilla Kratochwil das widersprüchliche Leben des Schriftstellers.
"Er war ein süchtiger Mensch. Beim Schreiben süchtig, tablettensüchtig, morphiumsüchtig, alkoholsüchtig und süchtig nach Frauen." So schildert Anna Ditzen ihren Ehemann Rudolf Ditzen, der sich selbst Hans Fallada nennt, den Autor von "Kleiner Mann - was nun?" und "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst" - Bestseller bis heute. Als sich die Lageristin Anna und der Annoncenwerber und Lokalreporter Rudolf 1928 kennenlernen, hat Rudolf bereits einen Selbstmordversuch, eine Morphinistenkarriere und einen zweieinhalbjährigen Gefängnisaufenthalt hinter sich. Was er noch vor sich hat, sind sein literarischer Durchbruch und die Liebe seines Lebens. Die Schauspieler Rainald Grebe und Tilla Kratochwil lesen Briefe von Anna und Rudolf Ditzen.

Info: www.literaturlandschaft.de

Datum
5. März 2023, 11.00 Uhr
Ort
Villa Quandt Potsdam
Publikationen
Karl-May-Gesellschaft
Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2022 erschienen

Das 52. Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft hat durch den Überfall Russlands auf die Ukraine eine beklemmende Aktualität erhalten, denn sein umfangreichster Beitrag, verfasst von Stefan Schmatz, beschäftigt sich mit dem Thema Karl May und der Krieg. Malte Ristau wiederum schildert, wie May in seiner Romanwelt den Aufstieg der Hohenzollern nachgezeichnet hat. Zu dem Schluss, dass die zumeist offenen Romanenden May als modernen Autor charakterisieren, gelangt Hartmut Vollmer. Volker Wahl beschreibt erstmals die Frühgeschichte der Karl-May-Stiftung, Albrecht Götz von Olenhusen bringt Licht in die verschlungenen Beziehungen Arno Schmidts und Hans Wollschlägers zum Karl-May-Verlag. Weiterhin untersucht Robert Spindler die Rolle der drei Zeichensysteme Fährten, Waffen und Körperkult im „Winnetou“. Julia Stetter vergleicht die Darstellung der Tiere in Mays Reiseerzählungen mit den späteren Romanverfilmungen. Als Leiter der Erstellung einer historisch-kritischen Ausgabe erklärt Joachim Biermann die Konventionen dieser Ausgabe.

Info: www.karl-may-gesellschaft.de