Rundbrief Nummer 11 - 2021

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie den aktuellen Rundbrief der ALG mit Informationen, Veranstaltungshinweisen und Neuigkeiten aus den literarischen Museen, Institutionen, Gedenkstätten und Gesellschaften.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Anmelde- und Reservierungsmodalitäten, mögliche Terminänderungen und COVID 19-Regelungen auf den jeweiligen Webseiten der Veranstalter!

Verlängert bis 2022
„Was bleibet aber … Literatur im Land“

Die Wanderausstellung „Was bleibet aber … Literatur im Land“ wird auch noch im Jahr 2022 touren. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Faltblatt. Die aktuellen Termine finden Sie in unserer Newsspalte auf der ALG-Homepage.

Ausstellung
Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus
Das grüne Märchenbuch aus Linz: Ilse Aichinger (1921–2016)

Der Vater war ein im Linzer Kulturleben überaus aktiver Lehrer und Schriftsteller, die Mutter engagierte sich als erste Jugendamtsärztin der Stadt für die gesundheitliche Aufklärung vor allem von Mädchen und Frauen. Erinnerungen an ihre frühe Kindheit in Linz publiziert Ilse Aichinger erst in ihren späten Jahren. Aber als ihr Hauptwerk entsteht, zwischen 1952 und 1981, ist sie mit ihren Texten in fast 20 Jahrgängen des Literarischen Jahrbuchs der Stadt Linz präsent. Die Ausstellung zeigt Ilse Aichinger aus dem ungewohnten Blickwinkel ihrer Beziehung zu Linz und seinen Autoren – an deren erster Stelle Adalbert Stifter steht.

Info: www.stifterhaus.at

Datum
noch bis 3. Mai 2022
Ort
StifterHaus, Linz
Ausstellung
Nietzsche Archiv / Klassik Stiftung Weimar
Offene Freundschaften
Dora Wibiral und Dorothea Seeligmüller im Nietzsche-Archiv

Die Kunstgewerblerinnen verkehrten über Jahrzehnte im Archiv. Als Schülerinnen Henry van de Veldes und Lehrerinnen an der Weimarer Kunstgewerbeschule sowie am Bauhaus gingen sie ihren eigenen Weg. Die Auseinandersetzung mit Nietzsches Schriften beeinflusste ihre Arbeit und Lebenshaltung. Wibiral und Seeligmüller lebten in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft und führten eine Werkstatt. Die Ausstellung zeigt neu erworbene Metall- und Emailarbeiten, Keramik sowie Entwürfe der beiden von ihrer Nachbarin scherzhaft als „meine kleinen Übermenschen“ bezeichneten Künstlerinnen.

Info: www.klassik-stiftung.de

Datum
noch bis 31. März 2022
Ort
Nietzsche-Archiv, Weimar
Ausstellung
Hölderlinturm
Hölderlin liebt...

Der Dichter Friedrich Hölderlin liebt die Wörter. Die schwierigen ganz besonders. Seine Gedichte sind voll von ungewöhnlichen Wörtern.
Das macht sie besonders, aber auch schwer zu verstehen.
Manche sagen sogar: Es sind die schwierigsten Gedichte in deutscher Sprache.
Die Gedichte von Hölderlin sind das Gegenteil von einfach.
Das soll sich mit der Sonderausstellung im Museum Hölderlinturm nun ändern. Hier können Sie Friedrich Hölderlin und seine Gedichte in Einfacher Sprache und Gebärdensprache kennen lernen.

Info: www.tuebingen.de/hoelderlinturm

Datum
noch bis 14. Februar 2022
Ort
Hölderlinturm, Tübingen
Tagung
Deutsche Leopardi-Gesellschaft
„O natura, o natura“. Leopardis Dichten und Denken der Natur

Die Natur fordert den Menschen seit jeher heraus. Doch seit der Romantik gewinnt die Beschäftigung mit der Natur zunehmend an Bedeutung und gerade heute ist sie von immenser Aktualität. Dies zeigt nicht nur die sich seit dem 19. Jahrhundert herausbildende Hegemonie der Naturwissenschaften, sondern auch das derzeit beständig wachsende Interesse der Geistes- und Kulturwissenschaften an der Natur.

Momente des vielfältigen Natur-Begriffs reflektiert auch Leopardi in seinem Werk in Vers und Prosa. Denn den Ausgangspunkt seines stets kritischen pensiero poetante (Antonio Prete) als eines unbezwingbar skeptischen Denkens, das einen einseitigen Kult der Vernunft ebenso in Frage stellt wie das ‚romantische Dichten‘ seiner Zeit, bildet die schonungslose Ergründung des Wesens der Dinge und der Existenz des Menschen im Wissen um Kontingenz und Grundlosigkeit.

Info: www.leopardi-gesellschaft.de

Datum
9. bis 11. Dezember 2021
Ort
Romanisches Seminar der Universität Heidelberg
Vortrag
Internationale Raabe-Gesellschaft
Lessings Grab Im Zeitraffer und ein Besuch in Jerusalem
Vortrag von Gerd Biegel und Angela Klein

Es ist kein Geheimnis, dass Georg Oswald Cott am 21. September 2021 seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Geheimnisse aber haben den Poeten auch in Erzählungen zur Geschichte des Braunschweiger Landes beschäftigt und Aufklärung fand an Lessings Grab statt.
Die Reise nach Jerusalem aber öffnet den Blick des Betrachters auf Entdeckung eines fast vergessenen Braunschweigers, auf eine deutsche Literatengemeinschaft in schwierigen Zeiten von Verfolgung, Emigration und Neuanfang. Am Ende aber standen Geistesnähe und persönliche Freundschaft. Im Sinne der langjährigen freundschaftlichen Verbundenheit wird Georg Oswald Cott gewürdigt, geehrt und mit einem kulturhistorisch-regionalhistorischen Glückwunsch erfreut.

Info: www.braunschweig.de/literaturzentrum

Datum
28. November 2021, 15.00 Uhr
Ort
Raabe-Haus, Braunschweig
Buchpräsentation
Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Wir sind da! 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Uwe von Seltmann präsentiert sein Buch „Wir sind da! 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Darin zeigt er die Vielfalt des gegenwärtigen jüdischen Lebens und erzählt die reichhaltige Geschichte des deutschen Judentums von den Anfängen im frühen Mittelalter über den langen Kampf um Gleichberechtigung und den schwierigen Neuanfang nach der Schoah bis heute. Das Buch will Antworten auf die aktuellen Fragen der jüdischen Community anbieten: Wer sind wir? Woher kommen wir? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Gibt es eine deutsch-jüdische Kultur? Kann es ein „normales jüdisches Leben“ in einem Land geben, das sechs Millionen ermordete Jüdinnen und Juden auf dem Gewissen hat und bis heute nicht frei von Antisemitismus ist?

Info: www.literaturarchiv.de

Datum
2. Dezember 2021, 19.00 Uhr
Ort
Ehemalige Synagoge, Sulzbach-Rosenberg
Buchpräsentation
Literarischer Verein Minden
Deniz Ohde: "Streulicht"
Vorgestellt von Monika Büntemeyer

Die Autorin ist 1988 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Germanistik in Leipzig. "Streulicht" ist ihr erster Roman. Sehr nüchtern und distanziert erzählt hier eine junge Frau. Aufgewachsen als Kind eines deutschen Industriearbeiters und einer türkischen Mutter, die ihre Heimat an der Schwarzmeerküste aus Abenteuerlust verlassen hat, erlebt sie die unbewältigten Probleme der väterlichen Familie und die Benachteiligungen im deutschen Bildungssystem. Das 2020 erschienene Buch wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2020 ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Info: www.literarischer-verein-minden.de

Datum
1. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Ort
Hansehaus, Minden
Lesung
Stefan-Heym-Gesellschaft
„Flammender Frieden“
Die deutsche Erstausgabe von Stefan Heyms frühem Roman „Of Smiling Peace“

Stefan Heyms mitreißender Kriegsroman aus dem Jahr 1944 erschien zu Lebzeiten des Schriftstellers als einziger seiner Romane nur auf Englisch. Nun liegt das Buch erstmals auch auf Deutsch vor. Es stellt große moralische und philosophische Fragen, die nach wie vor aktuell sind: Wie weit darf man mit Faschisten Kompromisse schließen, wenn man Demokratie will? Wie viel Entscheidungsfähigkeit hat der Mensch? Ist es am Ende der Zufall, der alles lenkt, das Schicksal?

Eine Veranstaltung aus Anlass des 20. Todestages Stefan Heyms, der am 16. Dezember 2001 in Israel starb.

Info: www.stefan-heym-gesellschaft.de

Datum
16. Dezember 2021, 19.00 Uhr
Ort
Das Tietz, Chemnitz
Neuer Vorstand
Internationale Rilke-Gesellschaft

Die Internationale Rilke-Gesellschaft, die in diesem Jahr ihr fünfzigjähriges Bestehen feiert, hat auf ihrer Jahrestagung ‚In Schwingung. Rilke in Duino‘ im September 2021 in Triest und Duino einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Präsident ist Prof. Dr. Torsten Hoffmann (Uni Stuttgart), Vizepräsidentin Dr. Tina Simon (Leipzig). Außerdem gehören dem Vorstand an: Dr. Lucas Marco Gisi (Schweizerisches Literaturarchiv Bern), Dr. Alfred Hagemann (Stuttgart), Prof. Dr. Thilo von Pape (Uni Besançon), Prof. Dr. Moira Paleari (Uni Mailand), Dr. Ivo Theele (Uni Flensburg), Prof. Dr. Erich Unglaub (Uni Braunschweig) und Prof. Dr. William Waters (Boston University).

Info: www.rilke.ch