ALG

Arbeitsgemeinschaft
Literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten

Eine Lobby für Literatur

Die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. (kurz: ALG) gründete sich 1986 und ist ein Dachverband literarischer Gesellschaften, Vereine und Literaturmuseen mit 270 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum.

Aufgaben

Die ALG vertritt ihre Mitglieder in der Öffentlichkeit, fördert literarische Projekte sowie den Austausch literarischer Einrichtungen. Sie setzt sich für das Facettenreichtum der unterschiedlichen, im gesamten deutschsprachigen Raum ansässigen literarischen Einrichtungen ein und macht diese sichtbar.

Als Dachverband berät sie bei der Gründung neuer literarischer Vereine und unterstützt den Aufbau oder die Neugestaltung von Literaturmuseen. Sie organisiert Tagungen, die den Vertreterinnen und Vertretern von Museen und Gesellschaften die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten, schafft eine Plattform, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und veranstaltet regelmäßig Fortbildungen.

Die ALG vergibt Mittel zur Projektförderung an ihre Mitglieder, um die Vielfalt des kulturellen Lebens zu unterstützen. Zusätzlich realisiert sie Projekte, die sich einzelnen Aspekten der Literaturvermittlung widmen. Halbjährlich erscheint die Zeitschrift ALG Umschau, die über aktuelle Aktivitäten der literarischen Gesellschaften und Literaturmuseen informiert.

Bedeutung

Als eines der größten Netzwerke im Literaturbereich vertritt die ALG die Interessen ihrer Mitglieder auch gegenüber der Politik und versteht sich als Lobby für Literatur. Sie ist Drehscheibe des Informationsaustausches und vermittelt Kontakte zu allen Interessentinnen und Interessenten. Ein Zusammenschluss literarischer Gesellschaften und Literaturmuseen in dieser Art ist in Europa einzigartig.

Die ALG ist eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Land Berlin geförderte Einrichtung.

Geschäftsstelle

geboren 1990, Studium der Deutschen Philologie, Religionswissenschaft und Geschichte u.a. in Berlin, seit 2022 Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V.

Zuvor war sie unter anderem in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Politischen Bildung und im Jüdischen Museum in der Bildungsabteilung tätig. Prägend waren Auslandsaufenthalte in Tallinn, Estland (u.a. im Goethe-Institut) und in Jerusalem, Israel (International School für Holocaust Studies, Yad Vashem).

Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist in einem interdisziplinären Arbeitsfeld zwischen Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft und Geschichte angesiedelt und liegt in der Förderung und Vermittlung von Kultur, dem Aufbau und Nutzen digitaler Strukturen im Kulturbereich und einer nachhaltigen Netzwerkarbeit.

geboren 1996, 2-Fächer Bachelor in Darstellendem Spiel an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie Germanistik an der Technischen Universität Braunschweig.
Danach freischaffend als Kulturproduzent*in tätig in den freien Darstellenden Künsten für verschiedene Künstler*innen und Performance-Kollektive.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Social Media, Zahlen und Förderrichtlinien.

geboren 1986, ist Literaturwissenschaftlerin. Nach dem Masterstudium der Kulturpoetik an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kurt Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg und in unterschiedlichen Bereichen der kulturellen und literarischen Bildung als Projektleitung tätig, z. B. für die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg oder für den TanzZeit e. V.

Seit 2020 arbeitet sie in Projekten der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V., aktuell als Projektleitung von »Vererbt, vergöttert, vergessen? Über die Bedeutung und Vermittlung von Literatur als kulturelles Erbe«.

Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Förderung und Vermittlung von Literatur und dem Aufbau von nachhaltigen Strukturen, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen und insbesondere mit digitalen und partizipativen Konzepten die Begeisterung für Literatur zu wecken.

Lea Wyrwal

Projektmitarbeiterin „Vererbt, vergöttert, vergessen? Über die Bedeutung und Vermittlung von Literatur als kulturelles Erbe“


+49 (0)30 86321319-5

geboren 1995, Studium der Germanistik, Judaistik und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Potsdam und Berlin.

Neben der Tätigkeit für die ALG ist sie in einem Verlag als Lektorin sowie in einer Jugendbildungsstätte tätig.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist Sprache, Gegenwartsliterarisches und Kommunikation.

Vorstand

geboren 1965, Studium der Germanistik, Soziologie und Psychologie in Göttingen und Berlin, seit 1995 im Gleimhaus Halberstadt, dessen Leitung sie im Jahr 2000 übernahm.

Sie kuratierte zahlreiche kulturgeschichtliche Ausstellungen und veröffentlichte u.a. zur Brief- und Freundschaftskultur im 18. Jahrhundert.

Sie engagiert sich in Fragen der Vermittlung von Literatur und Literaturgeschichte und für Möglichkeiten sinnvoller Vernetzung.Sie ist Mitglied in einigen literarischen Gesellschaften; seit 2018 ist sie auch Vorstandsmitglied des Deutschen Museumsbundes.

Das Gleimhaus

geboren 1964, studierte von 1983-1989 Ältere und Neuere deutsche Literatur, Europäische Kunstgeschichte, italienische Sprache, Grafik und Malerei.

1998 Promotion, 2007 Habilitation im Fachgebiet“Neuere deutsche Literatur“. Seit 2011 lehrt er als Professor an der Universität Freiburg (CH) im Bereich Germanistik.

Arnd Beise ist seit 2000 Vorsitzender der Internationalen Peter-Weiss-Gesellschaft. Er gehört dem Vorstand der ALG seit 2004 an.

Internationale Peter-Weiss-Gesellschaft

geboren 1962, ist Dipl. Verwaltungswirt und war von 1989 bis 1999 Hauptamtsleiter und Ratschreiber der Gemeinde Hausen im Wiesental. Von 1999 bis 2023 war er hauptamtlicher Bürgermeister und gleichzeitig Stiftungspräsident der gemeindeeigenen Hebelstiftung, die das Literaturmuseum Hebelhaus betreibt. Johann Peter Hebel, Literatur, Literaten und Literaturvermittlung verbinden sich so zu einem wichtigen Aufgabenfeld. Hausen im Wiesental hat eine Hebeltradition seit 1860, die zum einen in den Hebelfeiern am 10. Mai, zum anderen im Museum liegt. Das Museum, 1960 als Heimatmuseum eingerichtet, wurde 2010 zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel als Literaturmuseum neu gestaltet. Martin Bühler ist seit 2018 im Vorstand der ALG.

Hebelhaus Hausen

geboren 1982, studierte Germanistik, Soziologie und Ethnologie in Konstanz und Freiburg und promovierte berufsbegleitend an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte über die erste deutsche Bestsellerautorin Sophie von La Roche. Sie ist seit 2012 Geschäftsführerin der Christoph Martin Wieland- Stiftung in Biberach und zuständig für das dort ansässige Wieland-Museum und Wieland-Archiv. Kerstin Bönsch ist seit 2018 im Vorstand der ALG.

Wieland-Musem Biberach

geboren 1975, studierte Deutsche Sprache und Litaratur sowie Politikwissenschaften in Rostock und wurde dort auch promoviert. Seit 2005 ist er Leiter des Hans-Fallada-Museums in Carwitz. Er ist Pressesprecher des Museumsverbandes in Mecklenburg-Vorpommern und Jurymitglied des Hans-Fallada-Preises der Stadt Neumünster. Stefan Knüppel gehört dem Vorstand der ALG seit 2012 an.

Fallada-Museum

geboren 1959, ist Wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums für Studium und Beruf, die Wissenschaftliche Leiterin des Schwerpunkts Rhetorik und die Studiengangsleiterin des Weiterbildungsmasters ‚Unternehmenskommunikation und Rhetorik‘. Seit 2006 ist sie Präsidentin der Internationalen Ernst-Bloch-Gesellschaft und Mitglied im Vorstand von Kreativ für Menschenrechte – Menschenrechtsbildung zur Förderung demokratischer Kultur e.V. Francesca Vidal gehört dem Vorstand seit 2012 an.