Förderung literarischer Projekte

Informationen zur Vergabe von Fördermitteln für literarische Projekte, den Förderrichtlinien und dem Förderverfahren

Reguläre Projektförderung

Die ALG fördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien literarische Projekte, die geeignet scheinen, die Wirkung einer/ eines historischen oder zeitgenössische Autorin/ Autors oder eines literarischen Genres in der Öffentlichkeit zu verbreiten und zu vertiefen. Vorrangiges Kriterium ist dabei, ob das beantragte Projekt eine breite literaturinteressierte Öffentlichkeit ansprechen kann.

Es besteht für Mitgliedseinrichtungen der ALG und andere literarische Gesellschaften und Literaturmuseen die Möglichkeit, Zuschüsse für Lesungen, Literaturtage, Kongresse, öffentliche Symposien, Diskussionen, Aufführungen, Ausstellungen, Publikationen und andere Formen der Literaturvermittlung zu erhalten.
Anträge können literarische Gesellschaften, Literaturmuseen und literarische Gedenkstätten stellen.

Die Antragstellung kann per E-Mail erfolgen.

Vereinfachtes Förderverfahren

Das primäre Ziel der ALG bei der Einrichtung des sogenannten »vereinfachten Förderverfahrens« der Projektförderung ist es, mehr Veranstaltungen als bisher in einem fortlaufenden Bewilligungsverfahren zu fördern und damit die Vielfalt des literarischen Lebens noch stärker als bisher zu unterstützen.

Schwerpunkt sind dabei Veranstaltungen, die unter der geltenden Mindestfördergrenze des regulären Förderverfahrens von 1.000 € (als Einzelveranstaltung) liegen. Das bisherige Förderverfahren bleibt unberührt und wird durch das vereinfachten Förderverfahren lediglich erweitert und im unteren Zuwendungsbereich flexibilisiert.

Die Antragstellung kann per E-Mail erfolgen.

Projektförderung: Vererbt, vergöttert, vergessen? Über die Bedeutung und Vermittlung von Literatur als kulturelles Erbe

!!Fördervolumen bereits ausgeschöpft!!

Das Projekt rückt Literatur als kulturelles Erbe in den Fokus, untersucht unterschiedliche Facetten des literarischen Erbes und regt den öffentlichen Austausch darüber an.

ALG-Mitgliedseinrichtungen können Teil des Projekts werden, indem sie Vermittlungsprojekte beantragen. Projekte aus dem ländlichen Raum (Landgemeinden und Kleinstädte bis 20 000 Einwohner*innen), innovative Vermittlungsformate (digital und partizipativ) sowie Kooperationsprojekte werden bevorzugt gefördert. Unbedingt erforderlich für eine Förderung ist der Bezug zu mindestens einem unserer Unterthemen.

  1. Kulturelles Erbe und Nation/ Heimat
  2. Kulturelles Erbe und Geschlecht
  3. Sprache und kulturelle Identität
  4. Schwieriges Erbe/ Dark Heritage
  5. Unterschiedliches kulturelles Erbe in Ost und West

Folgede Vermittlungsformate stehen zur Auswahl:

  • Veranstaltungsformat
  • Partizipatives Format
  • Digitales Format

Gefördert werden Projekte mit einer Summe von 850 bis 5.000 Euro. Es kann eine Vollfinanzierung beantragt werden. Es kann eine Vollfinanzierung beantragt werden.

Anträge können ab 1. März 2023 mit 6 bis 8 Wochen Vorlauf gestellt werden. Projekte müssen Ende Mai 2024 abgeschlossen sein. Die Bewilligung erfolgt fortlaufend, bis alle Mittel ausgeschöpft sind. Die Antragstellung kann per E-Mail erfolgen.

Im Jahr 2024 werden alle Förderprojekte in einer Virtual-Reality-Ausstellung präsentiert.

!!Fördervolumen bereits ausgeschöpft!!

FAQs

Reguläre Förderung: bis zum 31. Juli des Vorjahres oder bis zum 31. Januar des Projektjahres

Förderung vereinfachtes Verfahren: fortlaufend

Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Antragstellung sowie bei der Abrechnung. Melden Sie sich dazu per E-Mail oder telefonisch in der Geschäftsstelle.

Alle Formulare und Vorlagen finden Sie unter Downloads.

Die ALG fördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Projekte, die geeignet scheinen,

  • die Wirkung einer/ eines historischen oder zeitgenössische Autorin/ Autors
  • oder eines literarischen Genres in der Öffentlichkeit zu verbreiten und zu vertiefen.

Vorrangiges Kriterium ist dabei, ob das beantragte Projekt eine

  • breite literaturinteressierte Öffentlichkeit ansprechen kann.

Die spezifischen Fördergrundsätze sind in den Förderrichtlinien nachzulesen. Schauen Sie sich untenstehend auch die geförderten Projekte des Vorjahres an oder das ALG-Projektarchiv.

Die Förderkriterien unterscheiden sich je nach Projekthaushalt. Bitte entnehmen Sie die einzelnen Förderkriterien den Förderrichtlinien für

Sie können Ihren Förderantrag per E-Mail oder oder per Post einreichen. Im Anschluss erhalten Sie eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Über die Förderentscheidung werden Sie ebenfalls per E-Mail benachrichtigt.

Förderverträge werden per Post verschickt.

Der Verwendungsnachweis kann per E-Mail eingereicht werden (Unterschrift notwendig).

Geförderte Projekte

Die ALG konnte in den vergangenen Jahren viele literarische Projekte fördern. Einen Einblick in die Vielfalt der Themen und Formate des letzten Förderjahres finden Sie hier.
2022

Stiftung Lyrik Kabinett

Held*innen auf Probe. Die Klassiker des Mittelalters neu gelesen in München

Die Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters ist hochgradig spannend und hat eine nicht unproblematische Geschichte. Texte wie das Nibelungenlied, der Parzival, der Tristan oder auch der Minnesang wurden in der Romantik utopisch verklärt, im 19. Jahrhundert zur Nationalliteratur erklärt und im Nationalsozialismus völkisch vereinnahmt.
Nachdem sie für die Gegenwartsliteratur lange kaum eine Rolle gespielt haben, ist in den letzten Jahren das Interesse wieder gestiegen. Die Texte, die vielfach Übertragungen und Nachdichtungen aus anderen Sprachen sind, geraten in den Blick als Bestandteil einer europäischen Literatur und in ihrem dynamischen Zustand zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit, der auch für die heutige Dichtung wieder kennzeichnend ist.
Zu diesem neuen Interesse haben auch Ulrike Draesner und Tristan Marquardt beigetragen. Beide sind selbst literarisch aktiv, beide haben promoviert in Mediävistik. Draesner hat in ihrem Buch Nibelungen. Heimsuchung, das 2016 bei Reclam erschienen ist, zu den berühmten Jugendstil-Illustrationen von Carl Otto Czeschka neue Gedichte mit Nibelungen-Stoff verfasst. Ihr Essayband Heimliche Helden (Luchterhand 2013) beschäftigt sich mit den vielfachen Funktionen von Held*innen in der erzählten Welt. Marquardt hat 2017 gemeinsam mit Jan Wagner die breit rezipierte Anthologie „Unmögliche Liebe“ (Hanser Verlag) herausgegeben, in der an die 70 Dichterinnen und Dichter literarische Neuübertragungen des Minnesangs vorgelegt haben.
In der geplanten Veranstaltungsreihe widmen sich Ulrike Draesner und Tristan Marquardt nun den deutschsprachigen Klassikern der mittelalterlichen Erzählliteratur: Im Fokus stehen an je einem Abend zunächst die in Versform verfassten höfischen Romane Parzival von Wolfram von Eschenbach und Tristan von Gottfried von Straßburg – beides Neudichtungen anderssprachiger Vorlagen – sowie das Heldenepos Nibelungenlied, das auf mündlich überlieferten Sagenstoffen basiert. Gemeinsam mit je einem Gast aus Kunst oder Wissenschaft präsentieren sie die Werke und lesen neue Übersetzungen ausgewählter Passagen. Gleichzeitig fragen sie im Gespräch, inwiefern die Texte für die heutige Literatur von Relevanz sein können, vergleichen gegenwärtige und mittelalterliche Vorlieben, Besessenheiten und Fehlstellen und diskutieren die vielschichtige Rezeptionsgeschichte.

Stiftung Lyrik Kabinett

2022

Wieland-Gesellschaft e.V.

Biberacher Wieland-Tage: „Christoph Martin Wieland und Gesellschaft“

Christoph Martin Wieland (1733-1813) ist ein schreibendes Multi-Talent: Er ist Dichter, Übersetzer, Herausgeber der ersten erfolgreichen Kulturzeitschrift in Deutschland, Erzieher, Philosoph, Kulturhistoriker, Literaturwissenschaftler und leidenschaftlicher Briefeschreiber. In seinem langen Leben wurde er zum Zeugen bedeutsamer gesellschaftlicher Veränderungen, die durch die Französische und durch die Industrielle Revolution ausgelöst wurden.

Er beschäftigte sich intensiv mit politischen Fragen und entwarf eine ideale Gesellschafts- und Regierungsform. Diese Aspekte werden bei den 3. Biberacher Wieland-Tagen, einer Veranstaltung der Wieland-Gesellschaft e.V., in verschiedenen Darbietungen unter dem Leitthema „Wieland und Gesellschaft“ beleuchtet.

Wieland-Gesellschaft e.V.
https://www.wieland-gesellschaft.de/wielandtage2022/

Lesung 2022

Literarisches Zentrum Gießen

„Schauerroman“. Lesung und Gespräch mit Gerhard Henschel in Gießen

Moderation: Julia Stein (Kempowski-Gesellschaft)

Es ist das Jahr 1992, Frühling. Martin Schlosser ist dreißig Jahre alt, Schriftsteller, und arbeitet an seinen ersten Büchern. Er genießt die Zeit, zieht um die Häuser, lernt viele Menschen kennen und singt, zu seiner eigenen Verwunderung, eines Nachts mit der Streetworkerin Domenica Niehoff im Vollmondschein einen Kanon. Auf seinen Lesereisen lernt er die neuen Bundesländer von ihren Schattenseiten kennen, verliebt sich immer wieder, bleibt aber überzeugter Single. Während er als Journalist und Autor immer erfolgreicher wird, geht es seinem verwitweten Vater in der emsländischen Kleinstadt Meppen immer schlechter. Dieser versinkt in Selbstmitleid und Zynismus und macht Martin das Leben schwer. Lustiger geht es hingegen in Martins chaotischer WG in Kreuzberg zu, dem »Kindergarten ohne Aufsichtspersonal«, in dem nicht allzu großer Wert auf Ordnung und Sauberkeit gelegt wird. »Die lustigste aller BRD-Chroniken« (Die Zeit).

Gerhard Henschel (*1962 in Hannover) lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Hamburg. Er ist bekannt für seine Familienromane, darunter den Briefroman Die Liebenden (2002). Zudem ist er Autor zahlreicher Sachbücher. Er wurde unter anderem mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis, dem Georg-K.-Glaser-Preis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet.

In Kooperation mit der Kempowski-Gesellschaft und dem Arbeitsbereich Literatur I Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Literarisches Zentrum Gießen
https://www.lz-giessen.de/de/Schauerroman-940/

2022

Verein Heine-Haus

Zum 225. Geburtstag von Heinrich Heine. „Von Angesicht zu Angesicht. Heinrich Heine Porträts“ in Hamburg

Der 225. Geburtstag Heinrich Heines am 13. Dezember 2022 ist Anlass für eine kleine Ausstellung seiner Bildnisse im historischen Gartenhaus seines Onkels Salomon, dem heutigen Heine-Haus. Sowohl Original-Stiche und -Lithographien aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie von Julius Giere, Jacob Felsing, Ferdinand Bahmann, August Friedrich Pecht, Charles-Remy Jules François, als auch moderne Darstellungen von Horst Jansen, Andreas Kaps sollen präsentiert werden.

Zusätzlich werden eigens für die Ausstellung Porträts der Künstler Kay Hackemann, Thomas Kälberloh, Friederike Näscher, Albert Schindehütte und Conny Theis zu sehen sein.

Die historischen Objekte stammen zum größten Teil aus dem Bestand des Heine-Hauses. Einige weitere Porträts werden als Faksimiles ausgestellt. Wie sahen Heines Zeitgenossen und wie sehen Künstler unserer Zeit den berühmten, bewunderten, aber auch gehassten Dichter? Diesen polithaltigen Komplex soll eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Heine-Porträts heutigen Betrachtern vor Augen führen.
Daraus ergibt sich die nächstliegende Frage: Wie sah Heine sich selbst, welche Darstellungen hat er geschätzt und welche abgelehnt? Wie lassen sich die Aussagen seiner Zeitgenossen mit historischen Ansichten in Einklang bringen? Welches Bild, welche Bilder können sich heutige Betrachter vom Aussehen des Dichters machen? Das sind generalisierbare Fragen, mit denen die Ausstellung aufwarten wird.
Bilder erzählen zudem selbst Geschichten, so haben auch die unterschiedlichen historischen Porträts neben ihrer eigentlichen Entstehungsgeschichte auch die ihrer Provenienzen.

Verein Heine-Haus
https://www.heine-haus-hamburg.de/aktuelles/von-angesicht-zu-angesicht/

Veranstaltung 2022

Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Veranstaltungsreihe: „Die Waldsiedlung Lehnitz als literarischer und historischer Ort“

Die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte ist ein seit Jahrzelmten ausgewiesener literarischer und historischer Ort. Die Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft beschäftigen sich nicht nur mit der Literatur des Namensgebers, sondern sind generell der zeitgenössischen und der DDR-Literatur sowie der regionalen Kulturgeschichte verpflichtet. Daraus entstand die Veranstaltungsreihe „Die Waldsiedlung Lehnitz als literarischer und historischer Ort“. Neben dieser Reihe organsiert die Gedenkstätte weitere Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder, die nicht Gegenstand dieses Antrages sind.

Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Veranstaltung 2022

Kinder des Sisyfos Freundeskreis Erasmus Schöfer

Gedenkveranstaltung: Zur Erinnerung an Erasmus Schöfer, Köln

Das Literaturhaus Köln, Kinder des Sisyfos – Freundeskreis Erasmus Schöfer und andere laden für Montag, den 10. Oktober 2022, 19.30 h zu einer Gedenkveranstaltung für Erasmus Schöfer ein.

An sein vielfältiges Werk und seine engagierte Arbeit – von der Doktorarbeit über Heidegger bis zur Roman-Tetralogie Die Kinder des Sisyfos – erinnern Weggefährt*innen, Familie und Freunde. Ein Abend unter anderem mit Volker Dittrich, Aila Ben Franken, Timo Ben Schöfer und Enno Stahl über einen Autor, dessen Romane und Gedichte immer helfen sollten, die Welt zu verändern – und die ihm doch nie nur Mittel zum Zweck waren.

Veranstaltungspartner: Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Kinder des Sisyfos – Freundeskreis Erasmus Schöfer e. V., Kulturamt der Stadt Köln, VS NRW, Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) der Stadtbibliothek Köln

Kinder des Sisyfos Freundeskreis Erasmus Schöfer
https://www.erasmusschoefer.de/2022/10/06/gedenkveranstaltung-fuer-erasmus-schoefer/

Tagung 2022

Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft

Jahrestagung der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft: ‚Der grüne Gott‘

Eröffnung Lehmann-Tage 2022 am 18.11.22, 19 Uhr, mit einem musikalisch-literarischen Programm mit der Schauspielerin Rachel Behringer und dem Trio Nidaš: „Als ob die Landschaft eine Bühne sei“. Rachel Behringer liest aus Wilhelms Lehmanns Gedichtband „Der grüne Gott“, das Trio Nidaš – David Arbeiter, Klarinette, Svenja Lippert, Violine und Niels Rathje, Gitarre – interpretiert die Texte mit Komponenten des Klezmer, der Klassik, des Tangos und des Gypsy Swings.

Fortsetzung am 19.11., 10 Uhr, mit Vorträgen, weiteren Lyrik-Lesungen und einer Podiumsdiskussion: Rachel Behringer setzt poetische Akzente mit Texten von Lehmann, Loerke und Dichter*innen des 21. Jahrhunderts. Der Literaturwissenschaftler Wolfgang Menzel spricht zu „Oskar Loerke, Wilhelm Lehmanns Dichterfreund“, der Autor Carsten Kluth unternimmt einen „Versuch über Wirklichkeit und Wirkung von „Nature Writing“; gemeinsam mit dem Theologen Dirk Schmid umkreisen die beiden Vortragenden im von Beate Kennedy moderierten Podiumsgespräch den „Grünen Gott“ – und beziehen das Publikum in das Gespräch mit ein.

Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft

Ausstellung 2022

Ringelnatz-Gesellschaft

Anschaffung von 6 neuen Ausstellungsvitrinen

Ringelnatz-Gesellschaft

2022

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

Tagung „Die Schullesung – ihre Bedeutung und Wirkung!“ und Abschlussprogramm der 4. Tage der Poesie in Sachsen

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik
https://lyrikgesellschaft.de/4-tage-der-poesie-in-sachsen/

Platzhalter Portraits
2022

Carl-Einstein-Gesellschaft/Societé-Carl-Einstein

Gottfried Benn und Carl Einstein: Freundschaft, Netzwerke, Themen, Münster

Münster vom 15.-17. September 2022

Die Freundschaft von Gottfried Benn und Carl Einstein entstand in ihrer expressionistischen Phase im Kontext des Aktions-Kreises um Franz Pfemfert und in der gemeinsamen Brüsseler Zeit im Ersten Weltkrieg. Bislang noch weniger präsent ist die intensive Fortführung der Beziehung im Berlin der 1920er Jahre. Obwohl keine direkten Briefe zwischen den beiden überliefert sind, bietet die jüngst publizierte Korrespondenz Carl Einsteins der Jahre 1904-1940 (hg. v. Klaus H. Kiefer und Liliane Meffre, Stuttgart 2020) mit ihren zahlreichen Erwähnungen Benns und gemeinsamer Bekannter vielfältige Einblicke in das Verhältnis der beiden Autoren, ihre sich überschneidenden Netzwerke sowie Hinweise auf Themen, die sie gemeinsam oder auch je einzeln beschäftigten.
Die Carl-Einstein-Gesellschaft/Société Carl Einstein und die Gottfried-Benn-Gesellschaft nehmen dies zum Anlass für eine gemeinsame Tagung, auf der diese faszinierende Konstellation in ihrem Umfeld genauer in den Blick genommen werden soll. Das internationale Organisationskomitee hat dabei vorläufig drei thematische Schwerpunkte ausgemacht, die jedoch nicht als exklusiv zu betrachten sind:
1. Expressionistische und postexpressionistische Netzwerke – von F. Pfemferts Aktion zu H. von Wedderkops Querschnitt und darüber hinaus
Hierbei stellt sich insbesondere die Frage, wie der Übergang aus den recht gut erforschten expressionistischen Zirkeln in die Netzwerke der 1920er Jahre vor sich gegangen ist, in denen nun andere Publikationsorgane in den Vordergrund traten. Wo finden sich hier personale, mediale und thematische Konstanten, was änderte sich? Und wie sehen die weitere Entwicklung in Richtung Drittes Reich/Exil und (für Benn) dann die Situation in der Nachkriegszeit aus, national wie vor allem auch international? Eine Perspektive auf die Vernetzung diverser Akteure verspricht hier neue Aufschlüsse zur Literatur sowohl der 1920er Jahre als auch noch der Jahrhundertmitte.
2. Kolonialismus und Exotismus als gemeinsames Thema
Die Kunst und die Theorie des Expressionismus sind vielfältig mit der europäischen und damit auch der deutschen kolonialen Vergangenheit verflochten. Während sich Carl Einstein bekanntermaßen intensiv mit afrikanischer Plastik auseinandergesetzt hat und in seiner Zeit in Brüssel im Kongomuseum in Tervuren (heute: Königliches Museum für Zentral-Afrika) tätig war, gewann dieses Thema in der Lyrik Benns vor allem in den 1920er Jahren stärker an Präsenz (Osterinsel, Banane, Ostafrika …), ist aber auch schon zuvor in Gestalt eines breiter zu fassenden Exotismus und Primitivismus vielfach im Werk präsent. Aus den jüngsten kulturellen und kulturpolitischen Debatten u.a. über die Frage nach dem Umgang mit kolonialer Raubkunst sollen hier neue Diskussionsansätze zur Beleuchtung des jeweiligen Eingebundenseins der beiden Autoren in diesen Kontext gewonnen werden.
3. Avantgardepoetik, Gattungsfragen und die Idee der ‚absoluten Prosa‘
Für Benn dient Einsteins Bebuquin (1912) noch im Jahre 1944 als Idealbeispiel ‚absoluter Prosa‘. Dieses Verhältnis von Programmatik und Form versteht sich jedoch keineswegs von selbst. Schon Benn und Einstein scheinen mit diesem Begriff durchaus Unterschiedliches zu meinen, hinzu kommt eine zeitliche Entwicklung: Wie lässt sich etwa Einsteins Beharren auf der Avantgarde-Programmatik in Georges Braque (1934) mit seiner Verabschiedung derselben in Fabrikation der Fiktionen aus derselben Zeit vereinbaren? Die Gattungsfragen der emphatischen Moderne, von den zahlreichen Kurzprosaformen über Gehirne. ‚Novellen‘ (1916) bis zum ‚Roman‘ des Phänotyp (1944), könnten im Fall Benns unter diesem Aspekt noch einmal mit Gewinn neu aufgerollt werden.

Die drei Fragenkreise und mögliche weitere Gegenstände können in unterschiedlicher Gewichtung sowohl mit einem stärkeren Blick auf lebensweltliche Kontexte als auch fokussiert auf das literarische und essayistische Werk Benns, Einsteins und ihrer Zeitgenossen betrachtet werden.

Carl-Einstein-Gesellschaft/Societé-Carl-Einstein

2022

Christoph Martin Wieland-Stiftung Biberach

Projekt: „Klassiker mit Tiefgang“ in Biberach

Ein Projekt der Wieland-Stiftung im RAhmen des Kinder- und Jugendliteratursommers BAden-Württemberg 2022

Rund 30 Jugendliche setzten sich von April bis August 2022 in unterschiedlicher Weise mit dem Viergestirn der Weimarer Klassik auseinander – mit Texten von Schiller und Goethe, Herder und Wieland. Entstanden ist eine Performance, die die historischen Texte unserer Gegenwart gegenüberstellt. Wer die Performance „WIR. Klassiker mit Tiefgang“ verpasst hat, kann sie nun digital anschauen.

 

Wofür stehst du ein? Wofür stehst du auf? Wie funktioniert unsere Gemeinschaft? Das sind Fragen, die in der Theater-Performance „WIR. Klassiker mit Tiefgang“ ihren Raum finden. Jugendliche haben in einer Schreibwerkstatt unter der Leitung von Drehbuchautorin Anna Mönnich klassische Texte von Schiller, Goethe, Herder und Wieland neu interpretiert und in die heutige Zeit übersetzt. Streetartkünstler Daschu gab Textfragmenten gemeinsam mit jungen Menschen ihren Ausdruck im Graffiti. Alles floss schließlich als Gesamtkunstwerk unter Regie von Susanne Maier in eine Theater-Performance, die nach einem intensiven Theater-Workshop im August 2022 von Jugendlichen in der Tiefgarage des Landratsamtes Biberach aufgeführt wurde.

Christoph Martin Wieland-Stiftung Biberach
https://www.wieland-goes-creative.de/wir-klassiker-mit-tiefgang/

2022

Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz

Neugestaltung der Homepage der Gesellschaft im Sinne einer aktuellen Präsentation

Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz
https://anna-seghers.de/

Tagung 2022

Heinrich Mann-Gesellschaft

Tagung „Heinrich Mann: Boheme – Republik – Exil“ in Berlin

Die Tagung will Leben, Werk und Wirkung Heinrich Manns aus Anlass seines 150. Geburtstags am 27. März 2021 vergegenwärtigen, sein Profil in aktueller Perspektive diskutieren. Mit den Stichworten Boheme, Republik, Exil sind die Lebensphasen des Schriftstellers Heinrich Mann umrissen. Zugleich ist damit sein Werk im Kontext seiner Zeit stichwortartig charakterisiert: Boheme ‒ hierunter wäre das frühe Werk bis 1918 zu subsumieren, neuromantisch, ästhetizistisch, politisch noch konservativ, gleichwohl kosmopolitisch konturiert und in Italien und anderswo entstanden, als der Autor noch keinen festen Wohnsitz hatte, ein Bohèmien, der ein Künstlerleben führte und in Milieus verkehrte, die als Boheme zu fassen sind. Republik ‒ hier stehen die 1920er und frühen 1930er Jahre im Zentrum, Heinrich Mann als Vorkämpfer der deutsch-französischen Verständigung, der für das Konzept Vereinigter Staaten Europas eintrat, ein überzeugter republikanischer Schriftsteller, der sich engagiert für die neue Staatsform Demokratie eingesetzt hat und ein intellektueller Repräsentant der Weimarer Republik wurde. Exil ‒ hier wäre für die französische Zeit die weiterhin bestehende Rolle Heinrich Manns als intellektueller Repräsentant, nunmehr für die aus dem faschistischen Deutschland Geflohenen, zu betrachten, die er auf literarischem und publizistischem Gebiet kämpferisch-humanistisch gestaltete. Im US-amerikanischen Exil wäre – vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, des Kalten Kriegs und sich verschlechternder Gesundheit – signifikant, wie zwar Heinrich Manns öffentlicher Bekanntheitsgrad schwand, nicht jedoch seine avantgardistisch bis grotesk geprägte literarische Produktivität sowie seine essayistische Zeugenschaft seines Zeitalters.

Heinrich Mann-Gesellschaft
https://heinrich-mann-gesellschaft.de/jahrestagung-2022—heinrich-mann-boheme–republik–exil–jahrestagung-der-heinrich-mann-gesellschaft-zum-150-geburtstag-heinrich-manns

Tagung 2022

Deutsche Leopardi-Gesellschaft

Tagung „‚O natura, o natura‘ – Leopardis Dichten und Denken der Natur‘“ an der Universität Heidelberg

Die Natur fordert den Menschen seit jeher heraus. Doch seit der Romantik gewinnt
die Beschäftigung mit der Natur zunehmend an Bedeutung, und gerade heute ist sie
von immenser Aktualität. Dies zeigt nicht nur die sich seit dem 19. Jahrhundert her-
ausbildende Hegemonie der Naturwissenschaften, sondern auch das derzeit bestän-
dig wachsende Interesse der Geistes- und Kulturwissenschaften an der Natur.
Was aber heißt Natur? Vom Lateinischen nasci abgeleitet, bezeichnet natura «das,
was hervorbringt, generiert», also das nicht vom Menschen Geschaffene. Es umfasst
die belebte und unbelebte Natur in gleicher Weise wie Naturerscheinungen, die sich
dem Einfluss des Menschen entziehen. Die Natur weist dabei nicht nur einen Bezug
zum Leben auf; vielmehr erscheint Natur überhaupt als Voraussetzung oder Grund für
jede Form von Existenz. Zudem meint die Natur das Wesen; sie bedeutet demnach die
Beschaffenheit der Dinge, ihre physis (so entspricht auch dem lateinischen natura das
altgriechische Wort physis), und auch das Wesen des Menschen.
All diese Momente des vielfältigen Natur-Begriffs reflektiert Leopardi in seinem
Werk in Vers und Prosa. Denn den Ausgangspunkt seines unbezwingbar skeptischen
Denkens bildet die schonungslose Ergründung des Wesens der Dinge und der Existenz
des Menschen im Wissen um Kontingenz und Grundlosigkeit. Dieser Gestus, der Natur
des Zufalls wie auch der Zufälligkeit der Natur entgegenzutreten, bedingt die Originali-
tät und Aktualität seines Werkes, denen die Tagung auf vielfältigen Wegen nachgehen
wird, um die bis heute verblüffende und immer neue Fragen aufwerfende ‹Lebendig-
keit› von Leopardis Dichten und dichterischem Denken zu erforschen.

Deutsche Leopardi-Gesellschaft
Flyer_Leoparditag22.pdf

Ausstellung 2022

Kurt Tucholsky Literaturmuseum

Erneuerung und Erweiterung der Hörführung

Kurt Tucholsky Literaturmuseum

Ausstellung 2022

Internationale Jacob-Böhme-Gesellschaft

Die Ausstellung der Textbilder zu Jacob Böhme in Görlitz

Die Titelkupfer für die Ausgabe der Sämtlichen Schriften Böhmes stammen von Michael Andreae (ca. 1628 – 1720) und haben ursprünglich ein sehr kleines Format, 14,6 x 9 cm, und sind 1977 vom Schweizer Künstler Hans F. Senkel als Kupfer noch einmal gestochen und auf Kupferplatten im Format 25 x 40 cm vergrößert worden. Die Originale dieser Vergrößerungen sind in der Ausstellung zu sehen.

Die Kupferstiche versuchen, die mystische Philosophie Jacob Böhmes (1575 – 1624) grafisch wiederzugeben, um dadurch das Unsichtbare sichtbar zu machen und den Zugang zu Böhmes Gedankenwelt zu erleichtern. Dadurch ist ein eigenes, neues Werk entstanden, das auf eigene Weise auf Traditionslinien der Kunstgeschichte gewirkt hat.

Internationale Jacob-Böhme-Gesellschaft
https://www.jacob-boehme.org/Ausstellungen.html

Festival 2022

Charles Bukowski Gesellschaft

„Charles-Bukowski-Festival 2022“ in Bamberg

Charles Bukowski Gesellschaft
http://old.bukowski-gesellschaft.de/#Festival

Veranstaltung 2022

Literaturforum im Brecht-Haus

Utopie-Woche 2022 in Berlin

Utopie-Woche: Kritischer Optimismus und Gegenwartsliteratur

 

Die Utopie genießt keinen guten Ruf. Etwas als „utopisch“ zu bezeichnen ist abwertend. In Anbetracht der gegenwärtigen gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Entwicklungen bräuchte es Utopien jedoch dringender denn je. Der Klimawandel sorgt schon jetzt für immer größere Katastrophen. Die Reichen bauen Bunker und ziehen sich in ihre Paläste zurück. Soziale Medien, das Sillicon Valley und rechte Autokraten leisten ihren Teil, um der Welt das Gruseln zu lehren. Doch findet sich im Schatten der dystopischen Gegenwart eine Vielzahl von Ansätzen, die es besser machen wollen.

Utopien funktionieren heute anders als früher. Sie sind komplizierter, lokaler und persönlicher geworden – oftmals definieren sie sich explizit als Widerstand gegen Neoliberalismus, Umweltzerstörung oder Kolonialismus. Das Prozesshafte und Unabgeschlossene des Utopischen steht im Vordergrund. Ihr Absolutheitsanspruch ist dem Interventionistischen gewichen.

Die Utopie-Woche will die These in den Raum stellen, dass der klassische, in die Umgangssprache eingesickerte Utopiebegriff zur Wahrnehmung dieser Strömungen nicht mehr ausreicht. Wir müssen erst unseren Blick dafür schärfen, was utopisches Denken bedeuten kann, um von dort aus weiterzugehen.

Literaturforum im Brecht-Haus
https://lfbrecht.de/projekte/utopie-woche/startseite/

Tagung 2022

Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft

Übersetzer-Kolloquium am 21. Juli 2022 in Offenbach

Donnerstag, 21. Juli 2022
Öffentliche Veranstaltung:
Eduard von Hartmann und Philipp Mainländer – Rezeption und Translation
Ort: Haus der Stadtgeschichte Offenbach am Main

Internationale Philipp Mainländer-Gesellschaft
http://mainlaender.de/

Lesung 2022

Literarische Gesellschaft Lüneburg

Vortrag mit Textlesung „Texte zum 100. Jahr des Erscheinens des Romans ‚Ulysses‘ von James Joyce“

Reihe: Bloomsday – 100 Jahre „Ulysses“

Moderation: Thomas Ney (Lesung) und Rainer Poerzgen (Konzept und Moderation)

Das Werden des Ulysses

Es ist wieder Bloomsday, jener 16. Juni, an dem Nora Barnacle 1904 dem verliebten James Joyce ein erstes Rendezvous gewährt hat. Der Schriftsteller hat später diesen Tag in seinem Roman Ulysses sozusagen verewigt. Seit den 1950er Jahren wird er weltweit gefeiert, seit 1998 bietet die Literarische Gesellschaft Lüneburg Bloomsday-Veranstaltungen an, auch in diesem Jahr wieder, das ein besonderes ist: Am 2. Februar 1922 – also vor 100 Jahren – ist der Roman in Paris erschienen, pünktlich zu Joyce‘ vierzigstem Geburtstag. Als Verlag fungierte die Buchhandlung Shakespeare and Company, die sich traute, was viele angefragte Verlage nicht gewagt hatten. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung trägt dem Rechnung: Das Werden des Ulysses!

Nach einer Odyssee durch mehrere europäische Städte kamen James Joyce und Nora Barnacle schließlich in Triest an, die Stadt sollte ihnen für einige Jahre zur Heimat werden. Dort fand der Schriftsteller Zeit und Raum zum Arbeiten, dort begann er auch die Arbeit an dem Jahrhundertroman Ulysses. Dem wird – von den Anfängen in der damals österreichischen Hafenstadt bis zum Erscheinen in Paris vor hundert Jahren und darüber hinaus – gefolgt anhand von verschiedenen Texten, z.B. Briefen, von James Joyce selbst, aber auch von anderen, die das Entstehen begleiteten: Die erste Idee dazu, das Beginnen und Ausarbeiten, die auftretenden Schwierigkeiten bis zum Erscheinen und den deutschen Übersetzungen. In einem zweiten Teil wird dann ein Blick ins Buch geworfen, um die unglaubliche Vielfalt des Romans aufzuzeigen.

Thomas Ney wurde 1958 in Essen geboren. Nach seiner Ausbildung zum Buchhändler absolvierte er eine Schauspielausbildung in Stuttgart.
Seit 1979 ist er als freischaffender Schauspieler mit Soloprogrammen, Ensemblestücken und Gastspielen an vielen Spielstätten in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland beschäftigt. Ney ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt in Lüneburg.

Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Literarische Gesellschaft Lüneburg
https://ligelue.de/programm/james-joyce/

Lesung 2022

Günter Grass Haus

Lesung und Gespräch mit der Bestsellerautorin Dörte Hansen über ihren neuen Roman „Zur See“

Die norddeutsche Bestseller-Autorin Dörte Hansen ist derzeit in aller Munde. Nach ihren erfolgreichen Romanen „Altes Land“ und „Mittagsstunde“, letzterer derzeit im Kino zu sehen, erschien kürzlich ihr lange erwartetes drittes Buch „Zur See“. Aus diesem liest sie am Freitag, 16. Dezember, ab 19.30 Uhr im Kolosseum Lübeck. Veranstalter ist das Günter Grass-Haus.

In dem Roman erzählt die 1964 in Husum geborene Schriftstellerin mit gewohnt großer Wärme vom Wandel der seit 300 Jahren auf einer Nordseeinsel ansässigen Familie Sander, deren Leben sich innerhalb nur eines Jahres von Grund auf ändert. Wie auch schon in ihren beiden vorherigen Werken thematisiert Hansen die Liebe zum Meer, den Wandel einer oft romantisch verklärten Inselwelt, alte Gesetze, die ihre Gültigkeit verlieren, und damit einhergehend Befreiung und Aufbruch in eine neue Zeit.

Die Lesung wird moderiert von Dr. Jörg-Philipp Thomsa, dem Leiter des Günter Grass-Hauses. Im Anschluss signiert die Autorin Bücher für ihre Fans. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Günter Grass-Haus und dem Kolosseum Lübeck

Günter Grass Haus

Theateraufführung 2022

Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen-Gesellschaft

Auftritt ensemble_kupido ‚Thorheiten meiner Leffelei‘

Lesung und Konzert mit dem „ensemble kupido“

Irrfahrten und Liebesabenteuer aus dem barocken Schelmenroman „Der abentheuerliche Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622 – 1676) stehen im Mittelpunkt eines Konzerts mit dem „ensemble_kupido“. Organisiert wird der Abend mit dem Titel „Thorheiten meiner Leffelei“ vom Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und von der Grimmelshausen-Gesellschaft. Die öffentliche Veranstaltung beginnt am 23. November (Mittwoch) um 19.30 Uhr in der Studiobühne am Domplatz 23. Alle Musik- und Literaturinteressierten sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Das „ensemble_kupido“ widmet sich selten gespielter weltlicher Vokalmusik des 17. Jahrhunderts und macht diese durch eine experimentierfreudige und feinfühlige Gestaltung erlebbar. Kompositionen von Johann Hermann Schein, Andreas Hammerschmidt, Johann Erasmus Kindermann und Constantin Christian Dedekind, kombiniert mit Kapiteln aus dem „Simplicissimus“, geben auf kurzweilige Weise einen Eindruck vom (Liebes-)Leben vor 400 Jahren.

Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen-Gesellschaft