Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz

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© Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption / Helmut Brade>
Die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption ist ein in Lessings Geburtsstadt Kamenz angesiedeltes Projekt, das in seiner jetzigen Struktur seit April 2006 existiert. Ziel der Einrichtung ist es, Lessings Ideenwelt und darüber hinaus den geistigen Gehalt der Aufklärungsepoche impulsgebend mit den aktuellen Fragen geistiger und kultureller Entwicklungen in der Bundesrepublik zu verbinden und öffentlichkeitswirksam im Bewusstsein zu halten. Dazu werden verschiedene Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen entwickelt und realisiert. Die Einrichtung arbeitet fachübergreifend mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen.

Aktuelle Veranstaltungen

Vortrag 10.09.2026

Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz

Lutz Rathenow: »Die Kunst des Staunens oder Wie das Wort seinen Ort in der Welt sucht«

Lutz Rathenow: »Die Kunst des Staunens oder Wie das Wort seinen Ort in der Welt sucht«

13. Kamenzer Rede in St. Annen

Do. 10.9.2026, 19:00 - 21:00 Uhr

Die Kunst des Staunens oder Wie das Wort seinen Ort in der Welt sucht

Der aus Thüringen stammende Berliner Autor mit längerem Wohnsitz Dresden hinterfragt Zusammenhänge von Poesie und Politik, praktischem Handeln, Weltbeeinflussungsplänen, Sachsen, Berlin, dem Glück des Staunens und der Worte, die dies weitertragen wollen. Warum Aufklärung eher wirkt, wenn sie sich nicht als solche verkündigt. Welcher Teil aus dem Werk Gotthold Ephraim Lessings den Redner LutzRathenow intensiv beeinflusst hat – eher nicht Nathan der Weise.

Moderation: Michael Hametner, Leipzig
Musikalische Umrahmung: Duo WunderWelt, Kamenz

 

 

Ort: Klosterkirche & Sakralmuseum »St. Annen« Kamenz

Lutz Rathenow wurde 1952 in Jena geboren, wo er Geschichte und Germanistik studierte. Er gründete und leitete zwei Jahre lang den »Arbeitskreis Literatur und Lyrik« bis zu dessen Verbot 1975. Erste Veröffentlichungen in der Schweiz, der DDR, in Rumänien, der Bundesrepublik, den USA. Literarischer und politischer Netzwerker zwischen literarisch-künstlerischen Szenen und der politischen Opposition in der DDR. Der Band Trotzig lächeln und das Weltall streicheln. Mein Leben in Geschichten (2022) veröffentlicht Texte aus allen Zeiten – auch der als Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (2011–2021). Seitdem sind seine Aktivitäten stark mit Sachsen verquickt. In Dresden ging er eigene Wege, versuchte Kunst, Buchförderung, Theater, Film und Literatur einzubeziehen, um Erfahrungen in, mit und nach der DDR nachvollziehbar zu gestalten.
[Foto: gezett]